Klaus Spindler Kunsthandel

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Das Fest “Zauber der weissen Rose

Herrscherhäuser aus allen deutschen Ländern waren der Einladung zum Fest „Zauber der weissen Rose“ vor und im Neuen Palais Potsdam gefolgt. Anlass war der 31. Geburtstag der russischen Zarin Alexandra Feodorwona (1798-1860), einer geborenen Prinzessin Charlotte von Preussen (älteste Tochter Friedr. Wilhelm III. und Königin Luise). Zum ersten Mal besuchte sie Berlin als Kaiserin. Als Kind hatte sie den Kosenamen Fleur blanche. Er wurde zum Motto des Festes, das am 13, Juli um 18 Uhr begann. Auftakt war ein imposantes, mittelalterlichen Kampfspielen nachempfundenes Schaureiten, das sog. Carrousel, bei dem sich die beteiligten Adelshäuser in Quadrillen vorstellten.

Wappenkönig und Herolde

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Die Bedeutung und die Begeisterung für dieses Fest, das erst am nächsten Morgen um 6 Uhr im Grottensaal des Schlosses endete, spiegelte schon wenige Monate danach der prachtvolle Erinnerungsband „Beschreibung des Festes Der zauber der weissen Rose“. Die zwölf handcolorierten Blätter mit denQuadrillen Preussens, der Niederlande, der Hohenzollern, Braunschweigs, Schlesiens u.a. bildeten das pittoreske wie dokumentarische Herzstück der aufwenig gestalteten Publikation des Berliner Gropius Velags. Mehr als die Hälfte der 270 hergestellten Exemplare ging an Subskribenten.

Trompeterkorps

Der Historienmaler Heinrich Stürmer und der Lithograph Theodor Hosemann setzten die Quadrillen im Stile mittelalterlicher Fürstenzüge, wie sie von Fresken überliefert wurden, um. Detailgenau sind Wappen, Schilde und Harnische widergegeben, während über allem ein Zug von Romantik und Huldigung liegt.

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1. Quadrille: Preussen

Das Fest Zauber der weissen Rose war noch Wochen später Gesprächsstoff der höheren Gesellschaft und für einige lebenslang ein unvergessliches Ereignis. Elise Gräfin von Bernsdorff etwa berichtete in ihren Memoiren: “..in den Höfen und Vorhöfen des Palais, in denen sonst grösste Einsamkeit und Todesstille herrschten, stelle man sich ein buntes Gewimmel vor. Alles war ausgeschmückt mit Fahnen und Trophäen aus der Ritterzeit; doch was die Phantasie sich auch Herrliches ausmalen kann, es wird ihr nie gelingen, das Bild der Wirklichkeit zu erreichen. Bald ordnet sich die schaulustige Menge auf den zu beiden Seiten des Hofes errichteten Tribünen...”

zitiert nach Gerd-H. Zuchold, Der Zauber der weissen Rose, Berlin 2002, S. 10

2. Quadrille: Niederlande

3. Quadrille: Kurbrandenburg

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4. Quadrille: Schlesien

5. Quadrille: Brandenburg

6. Quadrille: Wenden

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7. Quadrille: Hohenzollern

8. Quadrille: Mecklenburg

9. Quadrille: Burggraftum Nürnberg

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10. Quadrille: Braunschweig

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