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Friedrich Christian Reinermann, Wasserfall in der Schweiz, 1829, Öl/Lw., sign. und dat. “Reinermann 29, 47,5 x 55,5 cm

Reinermann war in seiner Zeit ein gefragter Landschaftsmaler. Erfasst vom Geist der Romantik zeichnet sich sein Werk durch  stimmungsvolle Naturdarstellungen und malerische Plastizität der Details aus. In die Schweiz brachte den 1764 in Wetzlar geborenen Künstler ein Auftrag des Basler Verlegers und Kupferstechers Christian von Mechel, für den er von 1793 bis 1803 tätig war. Wieder zurück in seiner hessischen Heimat ernannte ihn 1812  der Landesfürst Karl Theodor von Dalberg zum Professor der bildenden Künste, 1818 wurde er als Lehrer an die Kunstschule in Frankfurt am Main berufen. Im gleichen Jahr erhielt er in Anerkennung seiner Kunstfertigkeiten vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. eine Ehrengabe. 

Begonnen hat Reinermann seine Karriere als Tapetenmaler in Frankfurt und Wetzlar. Er arbeitet zunächst als Zimmermaler im Weilburger Schloss, ging 1789 nach Kassel zum Studium und trat im selben Jahr eine Reise nach Rom an. Dort war er einige Monate Schüler von Louis Ducros. 

Reinermanns bekanntesten Werke sind die 18-teilige Aquatinta-Serie “Ansichten der Lahn” und das 24-teilige Stichwerk “Ansichten von der Ems”. Gemälde und Papierarbeiten des Romantikers, die meist Landschaften aus dem Lahn- und Rheinthal zeigen, sind in zahlreichen Museen vertreten. Die Vorstudie zu unserem Gemälde bewahrt die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart auf. 

Lit.: Ausst.Kat. Romantik im Rhein-Main-Gebiet, Museum Giersch der Goethe Universität Frankfurt 2015, S. 244, Kat.Nr. 145/ Abbildung

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Klaus Spindler Kunsthandel