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KLAUS SPINDLER KUNSTHANDEL |
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Die Warwick-Vase eine Ikone der Antikenrezeption |
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Historie |
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Die sogenannte Warwick-Vase war vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine Ikone der Antikenrezeption, Das Original, eine Marmorvase aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. mit monumantalem Ausmaß von 170 cm Höhe und 211 cm Durchmesser, wurde 1771 in den Ruinen der Villa des Kaisers Hadrian bei Tivoli von dem englischen Maler und Archäologen Gavin Hamilton gefunden. Kurz darauf erwarb der englische Gesandte und für seine Vulkanforschungen bekannte Sir William Hamilton die Antike und brachte sie 1774 nach England. Dort gelangte sie einige Jahre später in den Besitz des Grafen Warwick |
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Version in Zinkguss, Berlin, um 1840, H: 42 cm, B: 41 cm, Sockel: 17,7 x 17,7 x 17,4 cm 4000,- Euro |
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Beschreibung |
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Auf dem von Pantherfell bedeckten Korpus erscheinen auf jeder Seite vier bacchische Masken. In der Mitte der Vorderseite Dionysos und ein bärtiger Silen, auf der Mitte der Rückseite ein im 18. Jahrhundert ergänzter Frauenkopf, der Ariadne, die Frau des Dionysos darstellt. |
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Nach zeitgenösssichen Berichten trägt sie die Züge der im 18. Jahrhundert legendären Lady Hamilton. Ergänzt wurde das Original von dem wohl produktivsten Stecher der Zeit, von Piranesi, der die Vase in drei Ansichten als Grafik realsierte |
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Versionen |
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Die Warwick-Vase war in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhundert so berühmt, dass zahlreiche Reproduktionen von ihr von verschiedenen Kunsthandwerkern und Manu- fakturen in den unterschiedlichsten Materialien hergestellt wurden. Zunächst wurde sie wohl von dem englischen Fabrikanten Tomason in Bronze gegossen, bei dem sie Schinkel gesehen haben muss. 1826 jedenfalls wird die Königliche Eisengießerei in Berlin mit dem Guss der |
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Warwick-Vase beauf- tragt. Zwei Jahre später werden zwei Nachbil- dungen auf der Berliner Akademie-Ausstellung gezeigt und dann im Preiscourant der Königlichen-Eisengieße- rei, einer Art Muster- katalog, aufgenommen. Auch in den Vorbildern für Handwerker und Fabrikanten, das unter starker Mitwirkung von Schinkel vom Preußi- schen Gewerbeverein |
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Seitl. Ansicht einer Version in Eisenguss, Berlin nach 1828. |
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herausgegeben wurde, erschien die Warwick-Vase in zwei Ansichten. Neben der Nachbildung in Eisenguss ist vorallem |
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Aus: Vorbilder für Handwerker und Fabrikanten |
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die als silberner Tafelaufsatz gedachte Adaption von Georg Hossauer erwähnenswert. Für die große Popularität der Warwick-Vase spricht auch die Ausführung in Zinkguss, ein Material, das bis zum Ende der 30er Jahre lediglich für die Herstellung von architektonischen Verzierungen genutzt wurde. Erst 1837 hat Moritz Geiss, der in Berlin eine Eisengie- ßerei betrieb und seit Ende der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts mit Zinkguss experimentierte, ein Verfahren entwickelt, vollplastische Skulpturen aus Zinkguss herzustellen. Seitdem machte dieses Material als künstlerischer Werkstoff für bildhauerische Arbeiten und Zimmerdenkmäler Furore, aber auch auf dem Gebiet von Dekorationsobjekten wie Leuchtern und Kratervasen entstand ein neuer Markt.. Bekannteste Exemplare in öffentlichem Besitzt sind u.a. ein knapp 40 cm hohes Exemplar aus Eisenguss im Schinkel- Pavillon von Schloss Charlottenburg Berlin sowie eine überdimensionale Ausführung in dem selben Material im Trep- penhaus des Alten Museums in Berlin. Das Original befindet sich heute in der Burell Collection im Glasgow Museum. |
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